Der erste Artikel, den ich für meinen Blog geschrieben hatte - vielleicht kann ja jemand was damit anfangen =) Mehr gibt's auf:

http://www.pua-university.de

Die meisten Männer dürften sich diese Frage schon einmal gestellt haben: Wie erregt man(n) eine Frau beim Sex? Konsultiert man die gängigen Männer Zeitschriften zu diesem Thema, dann scheint die Antwort schnell gefunden: "Alles nur eine Frage der Technik". Es wimmelt es nur so vor Ratschlägen, wie man SIE durch die richtigen Bewegungen und Hilfsmittel in den Wahnsinn treibt. Nur leider sind Frauen keine Autos - Wildes Herumschrauben hilft bei Ihnen eher selten... ;-)

Das Problem besteht darin, dass Männer ihr eigene Funktionsweise mit der von Frauen gleichsetzen. Männer denken und agieren "mechanisch". Wie und warum funktioniert etwas? Welchen Knopf muss ich drücken, um das gewünschte Resultat zu bekommen? Dieser Ansatz wird dann auch auf den sexuellen Bereich übertragen, und entsprechend kalt und mechanisch fällt das Resultat für die Frau aus.

Frauen funktionieren anders. Sie sind normalerweise viel stärker emotional veranlagt als Männer. Außerdem denken / fühlen Sie meist in größeren Kontexten. In anderen Worten: Wie sich eine Situation anfühlt, ist für eine Frau meist entscheidender, als wie eine bestimmte Sache funktioniert.

Für den Sex heißt das: Frauen wollen auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen werden, mit vielen Aufs und Abs, mit wechselnder Intensität und unvorgesehenen Wendungen. Damit bekommt SIE die Möglichkeit, sich als lebendig zu erleben, angefüllt mit Emotionen. DAS ist es, was Frauen verrückt werden lässt, was sie völlig in den Sex hineinzieht. So macht man aus braven Mädchen Sex-Göttinen ;-)

Wie genau geht man nun vor?

Schritt 1: Investition erzeugen

Der erste Schritt besteht darin, die Frau dazu zu bringen, in die Interaktion zu investieren. Das erreiche ich, indem ich auf bestimmte "Aktionen" von ihr besonders leidenschaftlich reagiere - natürlich nur, wenn diese mir auch wirklich gut gefallen. Durch dieses Feedback von meiner Seite realisiert sie, dass sie einen positiven sexuellen Effekt auf mich hat. Und das ist ein Gefühl, dass die meisten Menschen sehr gerne erleben. Die Folge daraus ist, dass die Frau noch stärker in die erotische Interaktion hineingezogen wird. Sie beginnt sexuell in die Interaktion zu investieren.

Beispiel:

Wir küssen uns. Irgendwann küsst sie, vielleicht nur aus Zufall, einen bestimmten Punkt an meinem Körper, z.B. meine Ohrläppchen. Ich mag diesen Punkt persönlich sehr gerne und ich gebe ihr das zu spüren, indem ich aufstöhne, mich an sie presse, sie ansehe, etwas zu ihr sage etc.

Jetzt "weiß" sie / spürt sie, was das Küssen dieses Bereichs bei mir bewirkt. Vielleicht tut sie es wieder, um es zu testen, und diesmal fällt meine Reaktion noch heftiger und leidenschaftlicher aus. Spätestens jetzt wird ihr klar, dass sie durch ihr Tun eine bestimmte positive Reaktion bei mir auslösen kann.

Schritt 2: Zurückziehen

Nachdem ich angefangen habe, diese Reaktionen zu zeigen, muss der Punkt kommen, an dem ich zurückziehe. Das was sie mit mir macht, muss von mir unterbrochen werden, weil das Erlebnis so intensiv ist, dass ich es sonst nicht mehr aushalten kann.

Im Beispiel mit dem Küssen der Ohrläppchen könnte das so aussehen, dass ich meinen Kopf zurückziehe und sie dabei ein bisschen von mir weghalte, während mein Gesicht immer noch meine Erregung zeigt. Ich kann sie gleichzeitig auch fragen, was sie da mit mir macht, ihr sagen, dass sie mich völlig verrückt macht usw.

In aller Regel wird sie dann erst recht versuchen, mich wieder dort zu küssen, und das bedeutet noch mehr "Investition", noch mehr Emotionen, die zwischen uns hin- und herfliegen. Dieses Spiel aus Investition von ihrer Seite und Zurückziehen von meiner Seite wiederholt sich häufig mehrere Male.

Schritt 3: "Zum Angriff übergehen"

Irgendwann kommt der Punkt, an dem ich diese Schleife unterbrechen muss. Sie hat mich immer mehr erregt, und es ist jetzt so viel geworden, dass es wirklich nicht mehr auszuhalten ist. Sie hat mich völlig in der Hand, und jetzt muss der Spiess umgedreht werden, sonst hat Sie "gewonnen".

Vielleicht sieht das so aus, dass ich sie von mir wegstoße, und auf den Rücken werfe. Vielleicht halte ich dabei ihre Handgelenke, damit sie nicht länger das tun kann, was sie mich so um den Verstand bringt. Es muss zum Ausdruck kommen, dass ich es ihr jetzt "zurückzahlen" werde, dass ich sie genauso hilflos erregt sehen möchte, wie ich es eben noch war.

Was ich dabei konkret tue, ist völlig egal. Ob ich sie küsse, in den Hals beiße, oder ihr vielleicht die restliche Kleidung vom Leib reiße - das ist nicht der Punkt. Es geht einzig und allein, um die Emotion, die transportiert werden soll: Ich hole mir die Kontrolle zurück, die ich eben beinahe verloren hätte. Jetzt musst sie genauso "leiden" wie ich ;-)

Was man sich bei all dem klar machen muss: Guter Sex ist ein Art Wettkampf. Wer kann den anderen besser erregen, wer hat in diesem Sinne mehr Macht über den anderen? Das wird ausgefochten, und dabei geht es manchmal richtig rauh zu. Wem das politisch nicht korrekt erscheint, der hat wahrscheinlich noch nie richtig gefickt. Politisch korrekter Sex zwischen Soziologie Studenten ist nicht unsere Vorstellung von gutem Sex ;-) Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass beide Seiten gleichermaßen mit in das Geschehen hineingezogen werden und es genießen.

Viel Spass beim Experimentieren ;-)